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Qalitätsmanagement stationäre Konflikte

Beispiel Konflikt-QM Ref. Gemeindestift

Seminarauswertung

Allgemeiner Werte-Index


Anordnung typischer Werteinstellungen nach ökonomischen Gesichtspunkten:

Die Werte wurden in 6 Wahlgängen mit unterschiedlichen Punktzahlen befürwortet.




Dieselben Werte ausgewertet nach kommunikativen Gesichtspunkten (Anzahl der Häufigkeit abgegebener Punktzählungen)
Überlegungen zu den Flussdiagrammen

Drei der vier erstellten Flussdiagramme hatten die letzten Lebensphasen eines Bewohners/einer Bewohnerin thematisiert.

Flussdiagramm 1: Der große Knoten

Eine neue Bewohnerin wird aufgenommen mit einer PEG; sie ist sehr schwach und kann sich nihct mehr verständlich machen.
Erste große Hürde: Was machen wir? Soll sie weiter so ernährt werden mit einer PEG oder soll man die PEG absetzen?
Da die Bewohnerin selber nicht mehr reden kann, entsteht ein „wirres Knäuel“, eine hohe Alarmbereitschaft. Das Knäuel wird von der Pflege auseinanderdividiert; es werden die Pflegedienstleitungen angesprochen. Die Angehörigen haben andere Vorstellungen: was medizinisch machbar ist, soll auch bis zuletzt gemacht werden. Dann kommt die Koordinatorin vom Hospiz (tritt auf den Plan), weil von der Pflege signalisiert wird: Wir brauchen Unterstützung. Die Fäden gehen zu 1-2 Hospizhelferinnen hin. Man verständigt sich, die Uhr tickt ja auch schon. Der Arzt hat eine gehobene Position und gibt seine Anweisungen; die Pflege beschließt einen runden Tisch („wir müssen alle zusammenkommen“) und man spricht darüber. Alle sind entlastet, weil man die PEG nicht mehr aufrecht erhalten will.

Form: Trichter (alles läuft einen Konfliktpunkt hin, der gelöst und entzerrt werden muss). Lösung geschieht hier als gegenseitiges Einvernehmen.

Aufgabe: Gestaltung des „Knotens“ als ethische Fallbesprechung.
Wer beruft ein?
Wer koordiniert?
Wer moderiert?




Flussdiagramm 2: Der Seitenkanal
Ausgangssituation: Ein Bewohner will nicht mehr essen – kann nicht mehr essen. Es ist, wie man sieht, 5 vor zwölf. Der grosse Flusslauf mit Bemühungen und Hindernissen: Angebot von Wunschkost – doch der Patient nimmt keine Kost an. Dann Ratssitzung des Teams: man merkt die eigene Machtlosigkeit. Kleiner Nebenfluss: Der Arzt schlägt einen medikamentösen Ansatz (Appetiterhöhung) vor. Die Pillen verweigert der Bewohner aber. Die Angehörigen werden einbezogen; diese verteten aber unterschiedliche Ansichten (PEG ja/nein). Drei Schleusen: Angehörige, Team, Arzt. Auch die Patientenverfügung (wenn vorhanden) trägt nicht unbedingt zur Klärung bei. In diesem Fall: Bewohner bekommt im Krankenhaus auf eigenen Wunsch eine PEG, tankt, nimmt Energie auf und nimmt zu. Aber: wenn es 5 vor 12 ist, wird der Notarzt eingeschaltet, und der verfügt einfach unter Umgehung aller Zwsichenstationen. Alle, die im Hauptfluss beteiligt waren, werden im Nebenfluss übergangen und reagieren mit Ärger, Hilflosigkeit, Ratlosigkeit.

Form: Seitenkanal

Aufgabe: Einbau einer Schleuse vor dem Seitenkanal (rechtzeitige Weichenstellung zehn vor zwölf, nicht fünf vor zwölf).
Wer muss den Notarzt wann rufen?
Wann und wodurch erübrigt sich ein Notruf?

Flussdiagramm 3: Im Entscheidungs-„Roulette“




Vom großen Haus zieht eine Bewohnerin ins kleine Haus und muss mit 97 Jahren verschiedene Krankenhäuser aufsuchen. Auf diese Einweisungen reagiert sie aggressiv. Hospizmitarbeiterin begleitet sie schon mehrere Jahre. Jetzt kann die Bewohnerin nicht mehr reden. Betreuer organisierte einen bezahlten Besuchsdienst. Beim letzten Krankenhausaufenthalt wurde eine PEG verlegt. Es ist unklar, wer das wann mit wem entscheiden hat. Bewohnerin lebt jetzt mit PEG wieder in kleinem Haus und es geht ihr gesundheitlich sehr schlecht. Sie befindet sich in der Sterbephase; Hospizmitarbeiterin und Team wünschen ihr ein gutes Sterben, was durch die PEG verunmöglicht wird. Was der Betreuer denkt weiß niemand. Schlüsselfrage für Team und Hospizmitarbeiterin: Warum kann sie nicht sterben? Ausgang offen. Forderung: Hier muss eine ethische Fallbesprechung tagen.

Form: „Roulette“ – damit ist gemeint, außerhalb des Betreuungsraumes fallen Entscheidungen, die nicht beeinflussbar sind, und mit deren Ergebnis Hospiz und Pflege im Ref. Gemeindestift konfrontiert werden.

Aufgabe: Einführung ethischer Fallbesprechungen




Flussdiagramm 4: Protokoll einer Nachtwache



21:00 Übergabe und Rundgang
Sehe Frau M., Lungen-CA. Schläft.
23:00 Sehe wieder nach Frau M., Eindruck: Sie ist in der Sterbephase
Was mache ich?
Rufe den diensthabenden Arzt an du schildere die Situation. Arzt fragt nach Alter und Diagnosen. Arzt kommt nicht, weil er sagt, in einem solchen Zustand sei nichts zu machen. Telefonat wird dokumentiert.
Versuch, die Angehörigen zu erreichen. Diese sind nicht erreichbar.
Versuch, Schwester X. zu erreichen; diese war im Urlaub.
3:00 Uhr: Übliche Arbeitsabläufe (Toilettengänge etc.); zwischendurch Nachsehen bei der Bewohnerin und Information der KollegenInnen.
4:00 Verschlechterung des Zustandes
Dilemma: Bleibe ich jetzt bei der Bewohnerin bis zu deren vermutlichem Sterben oder versorge ich die anderen BewohnerInnen?
Übernahme der Versorgungsarbeit durch KollegenInnen
4:30 Bewohnerin verstirbt

Problem: Zusammenarbeit von Frühdienst und Nachtwache. Nachtwache vermisst Empathie und Verständnis des Frühdienstes, die stattdessen Arbeiten übernehmen müssen (Information von Angehörigen etc. Herrichtung des Zimmers etc....).

Aufgabe: Wie kann neben der organisatorischen Übergabe auch ein emotionaler Austausch erfolgen? Wie kann erreicht werden, dass z.B. die Nachtwache ihre Erfahrungen bei der Sterbebegleitung austauschen, „im Haus lassen“ und nicht mit nach Hause nehmen muss?








Überlegungen zu den Rollenspielen

Rollenspiel 1 a:

Konflikt: Soll eine PEG abgenommen werden?
Beteiligte: Team, Ärztin, Hospizmitarbeiterin, Besuchsdienst

Das ad hoc aufgeführte Rollenspiel veranschaulicht gut das Ineinandergreifen, ja Durcheinandergehen der Kommunikationsebenen Sachlichkeit und Beziehung.

Die Diskussion wurde anfangs vor allem auf der Beziehungsebene ausgetragen. Darin angesprochen wurdenKompetenz und Machtfrage (wer ist für welche Entscheidung zuständig?)Ethische Frage: bedeutet die Abnahme einer PEG aktive Sterbehilfe?Die Zeitfrage wird als Machtfaktor oder Bestimmungsgröße eingefügt.
Weiterhin zeichnet sich ein klassisches Kommunikationsdilemma ab: Den sehr emotional vorgetragenen, auf die Beziehungsebene abzielenden Äußerungen der Ärztin wurde immer versucht, auf der Sachlichkeitsebene zu begegnen. Damit blieben beide Seiten unbefriedigt.

Mit der steigenden Beteiligung der Stimmen erhöhte sich die Sachlichkeit, wenn auch die Ärztin standhaft blieb (BRAVO!!!) und die Abnahme einer PEG unverantwortlich hielt.

Anschließende Diskussion:Hat die Ärztin tatsächlich alle Argumente persönlich genommen?Welche unterschiedlichen Wertvorstellungen prallen aufeinander?Geht die ärztliche Entscheidung vor alles?
Einzuüben: Trennung der kommunikativen Ebenen Sachlichkeit, Beziehung, Appell, moralische/ethische Werte und Differenzierung der Kommunikation. Das war Gegenstand von Fortführung des Rollenspiels 1b (nach ca. 15 Min. Laufzeit). Dort kippt die durch die Betonung der Sachlichkeit geprägte Diskussion dann manchmal um in den Austausch von Schlagargumenten.
Als Verständigungsebene zeigte sich die Akualität der Patientenverfügung; wenn diese neueren Datum wäre, könnte der Arzt eher einlenken.

Die Kommunikation der Ebenen wäre Aufgabe eines Ethikmoderators, aufgegriffen in

Rollenspiel 2a

Angehörige, Team, Moderator (Ammermann)
Vorteile bei der Moderation:
Die Parteien müssen erst einmal nicht direkt miteinander reden
Sie fühlen sich verstanden, weil der Effekt des Nicht-verstanden-werdens nicht entsteht, da der Moderator alle Parteien verstehen kann.

Rollenspiel 2b

Schwierigere Situation für Moderator, weil starke Gegensätzlichkeit der Auffassungen
Die anschließende Reflexion machte deutlich:

„Es reicht schon, wenn da jemand ist, der nichts mit der Station zu tun hat und keine Pflegeperson oder Mitarbeitender ist“
„Der unbeteiligte Dritte weist auf weitere Möglichkeiten hin, die von den Parteien nicht gesehen werden können“

Aufgabenstellungen

Zuordnung von ökonomischen Gesichtspunkten in das Gesamtkonzept des Hauses: Gehört die Wirtschaftlichkeit nicht ins Fundament? These: Ökonomie trägt die Einrichtung! Was heißt wirtschaftliche Stabilität für die Zukunft? Wie ist die wirtschaftliche Vision ? Wo soll das ref. GS in zehn Jahren stehen?Das Pflegeleitbild ist mit Hospiz und Besuchsdienst zu kommunizieren.Präzisierung der Formel „Soviel Hilfe wie nötig“ Was heißt das für die einzelnen BereicheWas heißt das für Vision und Führungsperspektive?Aktualisierung der vorhanden KommunikationsmatrixDie Kommunikationsmatrix muss mit allen Gruppen kommuniziert werden




Abfassung eines Wertekodex



Sorge für das Wohl der BewohnerInnen , Menschenwürde im Sinne der Achtung des Individuums mit seinen Wünschen und Vorstellungen, „Du sollst die Alten ehren“, soviel Hilfe wie nötig ??, wirtschaftliche Stabilität für die Zukunft
Dach: Was uns alle gemeinsam leitet





Begleitung des Menschen in seiner letzten Lebensphase, Freude in den Alltag eines Bew. Bringen, Anwaltschaft für den Bewohner sein, Zeit zu schenken, Mitsorge für die Lebensqualität des Bewohners, mittragen, Begl. Und Unterst. V. Angehörigen
Stockwerke:
Was uns in unserem Arbeitsauftrag leitet









Verwaltung: organisiert, Wirtschaftlichkeit, Vermittler, Transparenz, Unterstützung des Kerngeschäfts, Schaffen der Rahmenbedingungen, Vermittlung intern-extern (Personalabt., Heimbewohnerverw., Leistungsabrechnungen, allg. Verw., Finanzbuchhaltung, Empfang, Stabstellen, Hauswirtschaft, Küche, Bereichsltg. Haustechnik)
Die Bedürfnisse der Bewohner, AEDLs, Pflegestandards, Professionalität, Berufsethik, Stellenplan, Pflegeleitbild













Fahrstuhl: Wie transportieren wir unsere Werte?

Kontakt zu Schnittstellen, Treffen mit Geschäftsführung, Hausleitung, PDL, Hospizgruppe, Palliative Care Arbeitskreis
gemeinsame Fortbildung von Hospizkräften + Pflege, runder Tisch mit Hausärzten, Teambesprechungen,
Dienstanweisung, Rahmenplan, Vorbildfunktion, Gruppenpflege,
Angehörigentreffen, - Hauskonferenz, Pflegebriefing, - Gesprächskreise + Arbeitsgruppen, „Der Gemeindestift“, Hauszeitung, Familientag









Supervision (Hospiz), Koordinatorinnen (Hospiz Ehrenamt), Pfarrerin (Hospiz), PDL (Pflege + Ehrenamt + Hospiz), Kollegialität, Meldungen an WBL bei Unstimmigkeiten, Pflegevisiten, Beschwerdemanagement, Ermahnungen, Abmahnungen, Arbeitsrecht, Evaluation + KVP (kont. Verbesserungsprozess), ethische Fallbesprechung, Ethik-Moderation

Hausmeister: Wenn es „knirscht“ – wie sorgen wir
für Abhilfe und Behebung







Christl. Menschenbild + diakonisches Profil, Liebe zum Beruf, Pflegeleitbild / Sorge um die uns anvertrauten Bewohner, Wirtschaftlichkeit
Fundament: Was trägt uns alle gemeinsam?


Gemeinsame Wertekodex von ehrenamtlichen Hospizdienst, ehrenamtlichen Besuchsdienst, Pflege und Verwaltung des Reformierten Gemeindestiftes Wuppertal

Begleitung im Sterben – Hilfe zum LebenVorformulierung / Entwurf

Was uns leitet

Gemeinsam leitet uns die Sorge um das Wohl der uns anvertrauten Menschen innerhalb und außerhalb unseres Hauses. Wir achten die Menschenwürde eines jeden Individuums mit seinen Wünschen und Vorstellungen. Wir orientieren uns am Unternehmensleitbild des Ref. Gemeindestiftes „Du sollst die Alten ehren“. Den Menschen geben wir die Unterstützung, die ihnen hilft, ihre Selbstständigkeit und Autonomie zu wahren.
Wir verstehen das Sterben als einen Teil des Lebens mit seiner Endlichkeit.

Was uns trägt

Uns alle, die wir im Hause tätig sind, trägt unser christliches Menschenbild, von dem aus wir uns um die uns anvertrauten Menschen sorgen. Wir wissen um das diakonische Profil professioneller wie ehrenamtlicher Arbeit. Die wirtschaftliche Stabilität unseres Hauses ist Voraussetzung unserer professionellen wie ehrenamtlichen Arbeit; diese wollen wir mit wahren helfen.

Hospizdienst

Wir begleiten Menschen auf ihrem letzten Lebensweg und bieten ihnen und ihren Angehörigen Unterstützung an. Wir sorgen mit für deren Lebensqualität und sind für sie da. Wir verstehen uns in der Anwaltschaft der uns anvertrauten Menschen.

Ehrenamtlicher Besuchsdienst

Wir wissen darum, dass jeder Alltag Farbtupfer braucht, um nicht grau zu wirken. In den Alltag der Menschen suchen wir Freude und Erfüllung zu bringen und schenken ihnen Zeit.

Pflegende

Wir sind verantwortlich für die professionelle Dimension in der Pflege der uns anvertrauten Menschen. Wir pflegen nach den Kriterien der Sicherung existentieller Grundbedürfnisse und aufbauender Möglichkeiten (AEDLs). Wir reflektieren unsere Arbeit nach berufsethischen Kriterien und dem von uns erarbeitetem Pflegeleitbild.

Ergänzende BereicheHeimbewohnerverwaltung, Personalabteilung, allgemeine Verwaltung, Finanzbuchhaltung, Stabstellen, Hauswirtschaft, Küche, Haustechnik, Empfang etc. kümmern sich um die Belange der Menschen und um ihr Wohlbefinden.

Geschäftsführung

Sie sorgt für die notwendigen Rahmenbedingungen.

Wie transportieren wir unsere Werte

Nur in unserem Zusammenspiel aller Kräfte im Hause kann uns diese Arbeit gelingen kann; deshalb sorgen wir gemeinsam für Schnittstellen, die uns helfen, uns gegenseitig wahrzunehmen und abzustimmen.

Die Geschäftsführung sorgt für ein jährliches Treffen von Geschäftsleitung, Besuchsdienst und Hospizdienst
Die Pflegedienstleitungen sorgen für ein halbjährliches Treffen von Pflege, Besuchsdienst und Hospizdienst.
Pflegedienstleitung, Leitung des Hospizdienstes und Koordination des Hospizdienstes/Palliative Care stimmen ein oder zwei gemeinsame Fortbildungen im Hause von Pflege und ehrenamtlicher Arbeit ab.
Zur ethischen Fallbesprechung werden von der Pflege auch die ehrenamtlich betroffenen Mitarbeitenden hinzugezogen.
Weitere Schnittstellen nach Bedarf: runder Tisch mit Hausärzten, Teambesprechungen, Dienstanweisung, Rahmenplan, Vorbildfunktion, Gruppenpflege, Angehörigentreffen, - Hauskonferenz, Pflegebriefing, - Gesprächskreise + Arbeitsgruppen, „Der Gemeindestift“, Hauszeitung, Familientag
In den kommunikativen Medien sind jeweils alle Gruppierungen vertreten („Der Gemeindestift“, Hauszeitung etc.)

Einzelheiten der Zusammenarbeit von Hospiz, Haus, Besuchsdienst etc. werden durch die Verlaufspläne des QM geregelt.

Und wenn es einmal „knirscht“ und nicht klappt?

Wir wissen gemeinsam, dass eine 100%ige Erfüllung unserer Aufgaben nicht gewährleistet ist. Eine solche Ansicht widerspräche auch unserer christlichen Auffassung, dass der einzelne Mensch wie die Menschen insgesamt nicht vollkommen sein können. Uns ist aber verheißen, dass wir in unserer Gemeinschaft zusammenwirken und uns ergänzen können.
In diesem Wissen suchen wir voneinander zu lernen und „vertikale“ wie „horizontale“ Wege der Konfliktlösung zu beschreiben. Uns geht es dabei um eine kontinuierliche Verbesserung unserer Arbeit für die uns anvertrauten Menschen
Horizontale Wege sind Wege der gemeinsamen Verständigung ohne Inanspruchnahme entscheidender „Richter“. Wir nehmen Supervision und kollegiale Beratungen wahr. Wir richten ein übergreifendes Beschwerdemanagement ein. Unsere unterschiedlichen Wahrnehmungen der Situationen von Bewohnerinnen und Bewohnern gerade in ihren letzten Lebensphasen gleichen wir miteinander in ethischen Fallbesprechungen ab. Wenn uns etwas auffällt, wissen wir, dass wir dieses Wissen nicht für uns selbst behalten dürfen, sondern es weitergeben sollen, damit wir als Ganzes voneinander lernen können. Zuständige Ansprechpartner sind die Wohnbereichsleitungen sowie Koordinatorin und Leitung des Hospizdienstes.
Vertikale Wege sind Wege unter Inanspruchnahme entscheidender „Richter“. In schwerwiegenden Fällen greifen wir diese als zweite Möglichkeit auf und greifen auf die Elemente der Abmahnung, Ermahnung, arbeitsrechtlicher Verfahren zurück. Für die Mitarbeitenden des Hauses ist die Geschäftsführung, Herr Schwunk, zuständig; für den Hospizdienst am Ref. Gemeindestift die Leitung Frau Pfarrerin Luhmann.

Umgang mit ethischen Konflikten

In ethischen Konfliktsituationen gleichen wir im ethischen Fallgespräch unsere Wahrnehmungen und Meinungen miteinander ab. Es geht dabei ausnahmslos darum, den mutmaßlichen oder bekannten Willen des betroffenen Menschen zu ermitteln und uns einzusetzen. Denn auch das Lebensende soll bewusst nach dem Willen der Sterbenden und in Übereinstimmung mit dem leitenden christlichen Menschenbild gestaltet werden. Aktive Sterbehilfe ist für uns ausgeschlossen wie die Durchsetzung lebensverlängernder Maßnahmen aus nur medizinischen und pflegenden Interessen.



Auf diesen Kodex verpflichten Geschäftsführung und Aufsichtsrat des Ref. Gemeindestiftes und alle haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitenden
DATUM, ORT